Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir begrüßen Sie herzlich im Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V., dem Verbund niedergelassener Kinder- und Jugendärzt*innen Münsters und Umgebung.
Mit unserem Kinder- und Jugendärzt*innen-Netz bieten wir Ihnen und Ihren Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahre die bestmögliche ambulante Gesundheitsversorgung mit einheitlich hohen Qualitätsstandards. Die enge Kooperation untereinander und mit stationären und ambulanten Spezialeinrichtungen der Kinder- und Jugendmedizin ermöglicht es, die netzinternen Fachkompetenzen und die ambulanten Untersuchungs- und Therapieverfahren sinnvoll zu nutzen und die Zahl und Dauer der Klinikaufenthalte gering zu halten. Machen Sie sich ein Bild von unserem Leistungsspektrum.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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Auf den nächsten Seiten erhalten Sie praktische medizinische Tipps, Adressen für den Notfall, das Verzeichnis der Mitgliedspraxen des Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V. und Informationen über wichtige Termine, Aktivitäten und Informationsquellen.
Wichtige Hinweise:
Durch u.g. Maßnahmen sind Sie und Ihr Kind vor Ansteckung in den Praxen geschützt!
Nehmen Sie unbedingt zeitgerechte Termine für Vorsorgen und Schutzimpfungen wahr!
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Pandemie wirkt nach: Fitness von Kindern und Jugendlichen bleibt eingeschränkt
Insgesamt flossen über 1,5 Millionen Fitnessmessungen in die Analyse ein – damit handelt es sich um die bislang umfassendste Auswertung pandemiebedingter Veränderungen der körperlichen Leistungsfähigkeit bei jungen Menschen in Europa.
Körperliche Fitness entsteht durch regelmäßige Bewegung und beschreibt messbare körperliche Leistungsfähigkeiten wie Ausdauer, Schnelligkeit oder Kraft. Während der Pandemie sank die Fähigkeit, den Körper bei Belastung ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen, die sogenannte „kardiorespiratorische Fitness“, besonders stark bei Kindern und Jugendlichen. Dabei gingen vor allem Ausdauer und Schnelligkeit deutlich zurück. Während sich Schnelligkeit beim Sprint nach der Öffnung von Schulen und Sportstätten rasch normalisierte, hat sich die Ausdauerfitness bis heute nicht vollständig erholt. „Vom Rückgang der Ausdauer waren in erster Linie Mädchen aller Altersklassen sowie Jugendliche beider Geschlechter im Alter von 13 bis 19 Jahren betroffen“, erklärt Mitautorin Dr. Helena Ludwig-Walz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Im Gegensatz dazu blieb die muskuläre Fitness weitgehend stabil. Die Studie unterstreicht darüber hinaus, dass Länder mit strengeren Corona-Schutzmaßnahmen größere Rückgänge in der kardiorespiratorischen Fitness während der Pandemie verzeichneten.
Körperliche Fitness zählt zu den wichtigsten Indikatoren für die aktuelle und zukünftige Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. „Kindheit und Jugend sind entscheidende Lebensphasen, in denen sich gesundheitliche Verhaltensweisen und Chancen für das gesamte Leben prägen“, betont Prof. Dr. Martin Bujard, Mitautor und Leiter des Forschungsbereichs Familie und Fertilität am BiB. Die weiterhin bestehenden Rückstände in der Ausdauerleistung könnten langfristig zu einer höheren Krankheitslast beitragen und bestehende gesundheitliche Ungleichheiten weiter verstärken. Vor diesem Hintergrund betont die Studie die Dringlichkeit gezielter Maßnahmen zur Förderung von Bewegung und Fitness, beispielsweise durch Politik, Schule, Sportvereine und Eltern. Angesichts steigender psychischer Belastungen von Kindern und Jugendlichen, die in anderen Studien des BiB nachgewiesen wurden, der Zunahme von starkem Übergewicht und wachsender Bildschirmzeiten, sollte körperliche Fitness stärker als zentrale gesundheitspolitische Aufgabe verstanden werden, so Ludwig Walz: „Besonders schulische Angebote und Sportvereine vor Ort bieten nachweislich wirksame Möglichkeiten, regelmäßige Bewegung wieder stärker im Alltag zu verankern.“
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Dr. Christian Fiedler, Pressestelle, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB)
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Quellen: idw-online.de, Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB), Journal of Sport and Health Science -
Welt-HPV-Tag: Aufklärung über krebsauslösende Humane Papillomviren
Das Humane Papillomavirus (HPV) infiziert Haut- oder Schleimhautzellen und wird meist sexuell übertragen. Fast 80% der Menschen kommen irgendwann in ihrem Leben mit dem Virus in Kontakt – oft unbemerkt. Mindestens 13 der über 200 bekannten HPV-Typen können Gebärmutterhalskrebs sowie andere anogenitale Krebsarten (Krebs im Anal- und Genitalbereich) und Krebserkrankungen im Kopf-Hals-Bereich verursachen. Diese werden als Hochrisiko-Typen bezeichnet.
Bei etwa 10% der Infektionen mit Hochrisiko-HPV-Typen bleibt das Virus dauerhaft in den Schleimhautzellen und kann Krebsvorstufen oder Krebs auslösen. Fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs und etwa die Hälfte der Krebsarten an anderen sexuell aktiven Schleimhäuten (Scheide, Vulva, Penis, Darmausgang und Mund-Rachen-Raum) sind auf HPV zurückzuführen.
Sowohl Mädchen als auch Jungen profitieren von der HPV-Impfung
Die Impfung kann HPV-bedingten Gebärmutterhals-, Vaginal-, Anal- und Peniskrebs sowie Genitalwarzen vorbeugen. Neuere Studien deuten darauf hin, dass sie auch vor oralen HPV-Infektionen und den daraus resultierenden Krebsformen schützt. In den letzten Jahren waren HPV-bedingte Oropharynxkarzinome (Krebs im Mund-Rachen-Raum) eine der am schnellsten zunehmenden Krebsarten – insbesondere bei Männern.
US-Gesundheitsdaten zeigen, dass die Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs bei Frauen unter 25 Jahren im Zeitraum 2013 bis 2021 um 62% gesunken sind – und das vor allem durch die Einführung der HPV-Impfung (die Impfquote erreichte 2021 in den USA bei jungen Mädchen 78,5%, hat sich aber seitdem kaum verbessert). Auch bei Jungen und jungen Männern reduzierte die Impfung das Risiko für HPV-assoziierte Karzinome um 54% und das Risiko für Kopf-Hals-Tumore um 56% im Vergleich zu Ungeimpften. Schätzungen zufolge sind inzwischen über 70% der Oropharynxkarzinome auf HPV zurückzuführen.
Etwa jeder fünfte Junge oder Mann ab 15 Jahren in Europa ist mit einem HPV-Hochrisikotyp infiziert.
Schutz durch Impfung nach wie vor zu wenig genutzt
Laut RKI sind etwa 55% der 15-jährigen Mädchen und 36% der Jungen vollständig gegen HPV geimpft (Stand: 2025). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Europäische Kommission setzen sich für eine Impfquote von mindestens 90% bei Mädchen ein. Zudem soll die Impfquote bei Jungen bis 2030 in der EU deutlich erhöht werden.
Der Welt-HPV-Tag soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass HPV-bedingte Krebserkrankungen vermeidbar sind. Der erste HPV-Tag fand am 4. März 2018 statt und wird seither jährlich begangen.
Quellen: IPVS, WHO, JAMA, Uro-News, ASCO Meetings, Reprints.org, RKI (1, 2, 3), Lancet, WHO, Europe's Beating Cancer Plan
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Sechs europäische Länder verlieren den Status „masernfrei“
Der Verlust des Status steht im Zusammenhang mit steigenden Infektionszahlen in Europa sowie sinkenden Impfquoten. Ein Sprecher des WHO-Regionalbüros für Europa erklärte gegenüber Medical News Today, Ausbrüche von Masern und anderen impfpräventablen Krankheiten stellten – neben Antibiotikaresistenzen und neu auftretenden Gesundheitsbedrohungen – eine Gefahr für die r europäischen Bevölkerung dar. Anhaltende Immunitätslücken hätten 2024 zu einem regionsweiten Wiederanstieg geführt und die Zahl der Länder mit bestätigter Maserneliminierung verringert.
Wann gilt ein Land als „masernfrei“?
Die WHO spricht von Maserneliminierung, wenn in einem Land über mindestens zwölf Monate keine endemische Virusübertragung stattfindet und ein leistungsfähiges Überwachungssystem dies belegt. Offiziell bestätigt wird die Eliminierung nach drei aufeinanderfolgenden Jahren ohne kontinuierliche lokale Übertragung.
Kommt es hingegen über mehr als zwölf Monate hinweg zu einer fortlaufenden Übertragung, verliert ein Land den Eliminierungsstatus. Für eine nachhaltige Eliminierung ist eine Durchimpfungsrate von mindestens 95 % bei der zweiten Dosis des MMR-Impfstoffs (Masern, Mumps, Röteln) erforderlich. In Europa sank die Impfquote zwischen 2019 und 2024 jedoch von 92% auf 91%.
Derzeit haben 13 Länder in der europäischen WHO-Region keinen bestätigten Eliminierungsstatus. Eine Krankheit gilt als endemisch, wenn sie innerhalb einer Bevölkerung dauerhaft zirkuliert und sich kontinuierlich ausbreitet.
Quellen: MedicalNewsToday, GAVI