Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir begrüßen Sie herzlich im Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V., dem Verbund niedergelassener Kinder- und Jugendärzt*innen Münsters und Umgebung.
Mit unserem Kinder- und Jugendärzt*innen-Netz bieten wir Ihnen und Ihren Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahre die bestmögliche ambulante Gesundheitsversorgung mit einheitlich hohen Qualitätsstandards. Die enge Kooperation untereinander und mit stationären und ambulanten Spezialeinrichtungen der Kinder- und Jugendmedizin ermöglicht es, die netzinternen Fachkompetenzen und die ambulanten Untersuchungs- und Therapieverfahren sinnvoll zu nutzen und die Zahl und Dauer der Klinikaufenthalte gering zu halten. Machen Sie sich ein Bild von unserem Leistungsspektrum.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Für Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an die von Ihnen gewählte Kinder- und Jugendarztpraxis. Sie finden diese in der Rubrik links "Praxisverzeichnis".
Für Rückfragen zum Ärztenetz e. V. kontaktieren Sie bitte unsere Netzsekretärin unter der Mail-Adresse: reuter.paednetz@web.de
Auf den nächsten Seiten erhalten Sie praktische medizinische Tipps, Adressen für den Notfall, das Verzeichnis der Mitgliedspraxen des Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V. und Informationen über wichtige Termine, Aktivitäten und Informationsquellen.
Wichtige Hinweise:
Durch u.g. Maßnahmen sind Sie und Ihr Kind vor Ansteckung in den Praxen geschützt!
Nehmen Sie unbedingt zeitgerechte Termine für Vorsorgen und Schutzimpfungen wahr!
Fehlende oder verspätete Impfungen oder Vorsorgen gefährden Ihr Kind!
AKTUELLE iNFORMATIONEN ÜBER Infekte und Infektionskrankheiten -- Vorgehen bei Infektionsverdacht
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Lachgas: Verbot tritt ab 12. April in Kraft
Lachgas hat eine schmerzstillende und betäubende Wirkung, weshalb es bei Narkosen eingesetzt werden kann. Das Gas gelangt über die Lunge ins Gehirn und Nervengewebe. Lachgas wird als Droge verwendet, da es kurzzeitig Glücksgefühle erzeugt und entspannt. Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und Ohnmacht können jedoch ebenso die Folge sein. Lachgas befindet sich Kartuschen oder Patronen. Für den Missbrauch öffnen sie Nutzer mit speziellen Geräten (sogenannten Crackern), füllen das Gas dann in Ballons, um es von dort aus einzuatmen.
Längerfristiger Missbrauch kann Schäden an Gehirn und Nerven verursachen. Denn Lachgas hemmt in Blut- und Nervenzellen die Verwertung von Vitamin B12, das mit der Nahrung aufgenommen wird. Vitamin B12 spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau der Nerven und bei der Blutbildung.
Typische Symptome für Nervenschäden sind zunächst Kribbeln oder das Gefühl von Nadelstichen in den Händen, Armen oder Beinen. Zusätzlich kann es zu Lähmungserscheinungen kommen. Schäden von Nerven im Rückenmark können u.a. das Gehen beeinträchtigen.
Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), Bundesgesundheitsministerium, Buzer, Deutsches Ärzteblatt
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Ab Mai Neugeborenen-Screening auf Vitamin-B12-Mangel und weitere Stoffwechselerkrankungen erweitert
Dazu Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA: „Neue Zielerkrankungen können vom G-BA immer erst nach Abschluss eines aufwendigen Prüfprozesses in das Neugeborenen-Screening aufgenommen werden. Denn jede Früherkennungsuntersuchung hat auch ein Schadenspotenzial – falsche Testergebnisse können beispielsweise zu unnötigen Sorgen bei den Eltern führen und zu überflüssigen Folgeuntersuchungen. Beim Vitamin-B12-Mangel und den drei sehr seltenen Stoffwechselerkrankungen überwiegen die Vorteile. Da die betroffenen Neugeborenen anfangs meist symptomfrei sind, wird nur durch das Screening ein früher Therapiebeginn ermöglicht.“
Wie läuft das erweiterte Neugeborenen-Screening ab?
Beim erweiterten Neugeborenen-Screening werden Neugeborenen am zweiten oder dritten Lebenstag – also in der Regel bei der zweiten Vorsorgeuntersuchung (U2) – aus der Ferse einige Tropfen Blut entnommen und auf eine spezielle Filterpapierkarte gegeben. Die Trockenblutkarte wird sofort zur Analyse in ein Screening-Labor geschickt.
In den allermeisten Fällen ist das Screening-Ergebnis unauffällig und die Eltern müssen nichts weiter tun. Ist bei einem Neugeborenen das Screening-Ergebnis auffällig, wird die Laborärztin oder der Laborarzt die Eltern innerhalb von maximal 72 Stunden direkt kontaktieren. Sie werden darüber informiert, dass eine zeitnahe Kontrolle notwendig ist oder für eine Abklärungsuntersuchung mit ihrem neugeborenen Kind ggf. an eine für die Erkrankung spezialisierte Einrichtung vermittelt.
Die neuen Zielerkrankungen im Einzelnen
- Vitamin-B12-Mangel bei Neugeborenen kann verschiedene Ursachen haben: Er kann erworben sein aufgrund eines Vitamin-B12-Mangels der Mutter. Da Vitamin-B12-Mangel häufiger bei vegetarischer oder veganer Ernährung auftreten kann, wird empfohlen, auf eine ausreichende Aufnahme von Vitamin B12 während der Schwangerschaft zu achten. Weitaus seltener ist ein genetisch bedingter Vitamin-B12-Mangel. Ein unbehandelter Vitamin-B12-Mangel kann z.B. zu Entwicklungsstörungen und Blutarmut führen. Die Behandlung besteht aus der Vitamin-B12-Gabe, die bei mütterlichem Vitamin-B12-Mangel nur kurzzeitig, bei genetischer Ursache lebenslang erfolgen muss.
- Homocystinurie: Es existieren verschiedene Krankheitstypen, die alle durch erhöhtes Homocystein, einem Zwischenprodukt des Aminosäurestoffwechsels im Blut und im Urin gekennzeichnet sind. Homocystinurie ist eine sehr seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung, die z.B. Entwicklungsstörungen, Sehprobleme und Krampfanfälle verursachen kann. Die Behandlung umfasst lebenslang die Gabe von Vitaminen, eine proteinarme Ernährung und die Einnahme von Betain, um das Homocystein zu senken.
- Propionazidämie und Methylmalonazidurie sind sehr seltene Stoffwechselerkrankungen, die unbehandelt z.B. zu Herzerkrankungen, Entwicklungsstörungen und Niereninsuffizienz führen können. Unter anderem mit Hilfe spezieller Diäten sollen in der Behandlung Stoffwechselentgleisungen vermieden werden.
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Tabakkonsum des Vaters könnte das Diabetesrisiko bei Kindern erhöhen
Der Konsum von Tabakprodukten ist laut der Studie eine der Hauptursachen für vermeidbare gesundheitliche Probleme. Die Reduzierung von Risikofaktoren wie Rauchen und E-Zigarettenkonsum könnte dazu beitragen, die Diabetes-Epidemie einzudämmen. Diabetes erhöht das Risiko für weitere Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Nierenerkrankungen und Nervenschäden.
„Wenn männliche Mäuse Nikotin im Trinkwasser aufnahmen, wiesen ihre Nachkommen Stoffwechselveränderungen auf, die offenbar den Zuckerstoffwechsel beeinflussen“, verdeutlichte die leitende Studienautorin Dr. Raquel Chamorro-Garcia von der University of California, Santa Cruz. „Dies deutet darauf hin, dass Tabakkonsum bei Männern mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Diabetes bei ihren Nachkommen verbunden ist.“
Die Forscher*innen untersuchten die Nachkommen männlicher Mäuse, die Nikotin im Trinkwasser ausgesetzt waren. Diese wurden mit den Nachkommen einer Kontrollgruppe von Mäusen verglichen, die keinem Nikotin ausgesetzt waren. Die Studie ergab, dass weibliche Nachkommen nikotinexponierter männlicher Mäuse niedrigere Insulin- und Nüchternblutzuckerwerte aufwiesen als die Kontrollgruppe. Bei den männlichen Nachkommen zeigten die nikotinexponierten Mäuse niedrigere Blutzuckerwerte und eine veränderte Leberfunktion im Vergleich zur Kontrollgruppe. Übergewicht und Diabetes können zur Entwicklung einer Erkrankung beitragen, die als metabolisch bedingte Fettlebererkrankung bezeichnet wird (früher „Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung“, heute „Metabolische Dysfunktions-assoziierte steatotische Lebererkrankung“).
Die Erkenntnis, dass bei (Mäuse-)Männern der Tabakkonsum das Risiko für chronische Erkrankungen ihrer (Mäuse-)Kinder erhöhen kann, lege nahe,die Gesundheit von Männern in die pränatale Beratung mit einzubeziehen, betonte Chamorro-Garcia, Assistenzprofessorin für Mikrobiologie und Umwelttoxikologie an der UC Santa Cruz. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Tabakkonsum von Vätern langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Kinder haben kann.“
Da die Mäuse im Experiment reinem Nikotin ausgesetzt waren, deuten die Ergebnisse laut Chamorro-Garcia darauf hin, dass Nebenprodukte in Zigaretten oder Zusatzstoffe in E-Zigaretten nicht für die Stoffwechselveränderungen verantwortlich waren.Quellen: Newswise; Endocrine Society; University of California, Santa Cruz; Journal of the Endocrine Society