Liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir begrüßen Sie herzlich im Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V., dem Verbund niedergelassener Kinder- und Jugendärzt*innen Münsters und Umgebung.
Mit unserem Kinder- und Jugendärzt*innen-Netz bieten wir Ihnen und Ihren Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahre die bestmögliche ambulante Gesundheitsversorgung mit einheitlich hohen Qualitätsstandards. Die enge Kooperation untereinander und mit stationären und ambulanten Spezialeinrichtungen der Kinder- und Jugendmedizin ermöglicht es, die netzinternen Fachkompetenzen und die ambulanten Untersuchungs- und Therapieverfahren sinnvoll zu nutzen und die Zahl und Dauer der Klinikaufenthalte gering zu halten. Machen Sie sich ein Bild von unserem Leistungsspektrum.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Für Terminvereinbarungen wenden Sie sich bitte an die von Ihnen gewählte Kinder- und Jugendarztpraxis. Sie finden diese in der Rubrik links "Praxisverzeichnis".
Für Rückfragen zum Ärztenetz e. V. kontaktieren Sie bitte unsere Netzsekretärin unter der Mail-Adresse: reuter.paednetz@web.de
Auf den nächsten Seiten erhalten Sie praktische medizinische Tipps, Adressen für den Notfall, das Verzeichnis der Mitgliedspraxen des Praxisnetz der Kinder- und- Jugendärzt*innen Münster e.V. und Informationen über wichtige Termine, Aktivitäten und Informationsquellen.
Wichtige Hinweise:
Durch u.g. Maßnahmen sind Sie und Ihr Kind vor Ansteckung in den Praxen geschützt!
Nehmen Sie unbedingt zeitgerechte Termine für Vorsorgen und Schutzimpfungen wahr!
Fehlende oder verspätete Impfungen oder Vorsorgen gefährden Ihr Kind!
AKTUELLE iNFORMATIONEN ÜBER Infekte und Infektionskrankheiten -- Vorgehen bei Infektionsverdacht
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Drei europäische Länder erreichen 90%-ige Durchimpfungsrate bei der HPV-Impfung
Einem neuen ECDC-Bericht zufolge empfehlen mittlerweile alle Länder der EU und des EWR („EEA“ = European Economic Area = Europäischer Wirtschaftsraum [EWR])) die HPV-Impfung für heranwachsende Mädchen und Jungen als festen Bestandteil ihrer Impfprogramme. Dies ist bedeutsam für Europas Bemühungen um die Krebsprävention.
Fünfzehn Jahre nach der Einführung von HPV-Impfprogrammen in Europa zeigen, dass die HPV-Impfung bei der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs hochwirksam ist. Studien aus Schweden, Dänemark und dem Vereinigten Königreich belegen zudem, dass eine frühzeitige Verabreichung des Impfstoffs besonders effektiv ist. Eine schwedische Studie legte nahe, dass die Impfung von Mädchen vor ihrem 17. Geburtstag die Inzidenz von Gebärmutterhalskrebs um 88% senkte. In einer zusätzlichen sechsjährigen Nachbeobachtungsphase beobachtete die schwedische Studie eine anhaltende Verringerung des Gebärmutterhalskrebsrisikos sowie einen Rückgang der Inzidenz von invasivem Gebärmutterhalskrebs auf Bevölkerungsebene nach der HPV-Impfung.
Impfungen erfordern Jahr für Jahr kontinuierliche Anstrengungen, um den Schutz über Generationen hinweg aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass eine zunehmende Zahl von Menschen – einschließlich jener Bevölkerungsgruppen, die durch das Gesundheitswesen bislang nur unzureichend versorgt werden – ungeimpft bleibt.
Quellen: EurekAlert! ECDC (1, 2), Council of the European Union, RKI
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Weitere Informationen zur HPV-Impfung: „Entschieden gegen Krebs“
Hier gibt es auch eine Unterrubrik für Eltern, die häufige Fragen der Eltern und auch des Impflings beantwortet.
Der BVKJ ist Kooperationspartner der Initiative "Entschieden gegen Krebs". -
Jedes zehnte Grundschulkind ist oft einsam
Schon in der Grundschule gehört Einsamkeit für viele Kinder zum Alltag. Mehr als jedes dritte Kind fühlt sich manchmal einsam, rund jedes zehnte sogar oft oder immer. Das zeigen aktuelle Zwischenergebnisse der Studie „Inspire Youth“ mit Beteiligung von Prof. Dr. Susanne Bücker, Professorin für Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie an der Universität Witten/Herdecke (UW/H). Befragt wurden 428 Kinder der zweiten bis vierten Klasse an Schulen in Bochum, Herne und Gelsenkirchen.
Ein Gefühl ohne Worte
Viele Kinder erleben Einsamkeit, können sie aber nicht benennen. Rund ein Drittel kann den Begriff nicht erklären – besonders häufig Kinder, die nicht mit Deutsch als Muttersprache aufwachsen. Das hat Folgen: Wer kein Wort für ein Gefühl hat, kann schwer darüber sprechen und sucht seltener Hilfe. „Einsamkeit entsteht, wenn die eigenen Beziehungen nicht so sind, wie man sie sich wünscht – zum Beispiel, weil man zu wenige Freundinnen hat oder die Beziehungen zu oberflächlich sind.“, sagt Prof. Dr. Susanne Bücker. „Kinder müssen dieses Gefühl erst einordnen lernen, sonst bleibt es oft unbemerkt.“
Hinzu kommt: Viele Kinder setzen Einsamkeit mit Alleinsein gleich. Sie beschreiben also eine Situation, nicht das dahinterliegende Gefühl. Das erschwert es Erwachsenen, Einsamkeit überhaupt zu erkennen.
Kinder erleben Einsamkeit vor allem dort, wo sie mit anderen zusammen sind, die Schule ist dafür ein zentraler Ort. Hier entstehen Beziehungen – oder eben nicht. „Für Kinder ist Einsamkeit ein sehr konkretes, soziales Erlebnis“, sagt Bücker. „Wenn niemand mit ihnen spielt oder sie ausgeschlossen werden, wird sie spürbar, aber oft eben nicht greifbar.“
Zwischen Selbsthilfe und Rückzug
Die meisten Kinder versuchen selbst, etwas zu ändern: Sie suchen Kontakt zu anderen Kindern, sprechen mit Erwachsenen oder knüpfen neue Beziehungen. Solche Strategien sind die häufigste Reaktion. Doch dieses Muster gilt nicht für alle. Je stärker Kinder von Einsamkeit betroffen sind, desto häufiger greifen sie auf andere Strategien zurück. Sie ziehen sich zurück, andere reagieren auffällig oder aggressiv, lenken sich ab oder versuchen, ihre Gefühle allein zu regulieren. In einzelnen Fällen berichten Kinder sogar davon, sich „herunterzufahren“, um nichts mehr zu spüren. Das weist auf ein zentrales Problem hin: Nicht alle Kinder verfügen über die gleichen sozialen und emotionalen Ressourcen. Während einige aktiv Anschluss finden, fehlt anderen genau diese Möglichkeit.
Prävention heißt: Beziehungen ermöglichen
Hier setzt das Projekt „Inspire Youth“ an. Es geht nicht nur darum, Einsamkeit zu messen, sondern sie früh zu erkennen und Kinder im Umgang damit zu stärken. Dafür soll auf allen Ebenen Einsamkeitsprävention verankert werden – im Unterricht, im Ganztag und in den Strukturen der Schule. Kinder sollen lernen, Gefühle zu bemerken und zu benennen, Schulen sollen Zugehörigkeit aktiv fördern und Erwachsene sollen ansprechbar sein, wenn Kinder Hilfe suchen. Doch die Studie zeigt auch, wie schwierig das in den Schulalltag zu integrieren ist: Große Gruppen, wenig Zeit und fehlende Räume erschweren den Blick auf das einzelne Kind. Gerade leise Kinder werden leicht übersehen. Aber: Geschultes Personal kann Einsamkeit erkennen und durch gezielte Maßnahmen wirksam reduzieren. Das eröffnet konkrete Ansatzpunkte, um Kinder früh zu stärken und ihnen verlässliche soziale Beziehungen zu ermöglichen.
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Svenja Malessa, Kommunikation und Marketing, Universität Witten/Herdecke
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Quellen: idw-online.de, Universität Witten/Herdecke
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Kardiovaskuläre Risikofaktoren in der Kindheit und ihre Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit im Erwachsenenalter
Henri Salo, M.D., von der Universität Turku in Finnland, untersuchte gemeinsam mit Kolleg*innen die Zusammenhänge zwischen kardiovaskulären Risikofaktoren von der frühen Kindheit bis zum jungen Erwachsenenalter und der kognitiven Leistungsfähigkeit im Alter von 26 Jahren. Die Daten stammen aus dem „Special Turku Coronary Risk Factor Intervention Project“. Erfasst wurden Risikofaktoren in mehreren Entwicklungsphasen (frühe Kindheit, Kindheit, frühe Adoleszenz und Adoleszenz). Im jungen Erwachsenenalter wurden unter anderem Lern- und Gedächtnisleistung, verbales Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Reaktionszeit, Informationsverarbeitung sowie kognitive Flexibilität untersucht.
Die Ergebnisse zeigen, dass ein höherer BMI sowie ein größerer Taillenumfang insbesondere mit einer geringeren kognitiven Flexibilität assoziiert waren. Für den BMI fanden sich zusätzlich Zusammenhänge mit einer verminderten Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung. Darüber hinaus standen erhöhte LDL-Cholesterinwerte mit einem schlechteren verbalen Gedächtnis in Zusammenhang. Auch ein erhöhter systolischer Blutdruck in der Kindheit zeigte einen Zusammenhang mit einer reduzierten kognitiven Flexibilität im jungen Erwachsenenalter.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bereits leicht erhöhte kardiovaskuläre Risikofaktoren in frühen Lebensphasen mit der kognitiven Leistungsfähigkeit im Erwachsenenalter in Zusammenhang stehen können. Dies unterstreicht die potenzielle Bedeutung frühzeitiger Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur Förderung sowohl der kardiovaskulären als auch der kognitiven Gesundheit.
Quellen: neurologyadvisor.com, Pediatrics